Viele Kinder plantschen gern in der Wanne. Natürlich mit ihrem liebsten Badespielzeug. Was bei Kindern für leuchtende Augen sorgt,kann gleichzeitig gefährlich für sie werden.

Worauf sollten Eltern achten?

„Badespielzeug sollte zum Beispiel keine verschluckbaren Kleinteile haben. Sie könnten abbrechen oder sich lösen. Wenn ein Kleinkind sie einatmet oder verschluckt, kann es im schlimmsten Fall daran ersticken“, sagt Dr. Susanne Woelk, Geschäftsführerin der Aktion Das sichere Haus. Deutsches Kuratorium für Sicherheit in Heim und Freizeit e. V. (DSH), Hamburg.

Riskante chemische Inhaltsstoffe im Badespielzeug

Weichmacher machen spröde und harte Kunststoffe, zum Beispiel PVC, elastisch, biegsam und geschmeidig. In Plastikspielzeug für die Badewanne können sich diese Stoffe aus dem Produkt lösen, wenn ein Kind darauf herumkaut. Im menschlichen Körper finden sich Weichmacher, die als erbgutverändernd, fortpflanzungsgefährdend und krebserzeugend gelten, in Blut und Urin wieder. Deshalb sind sie in Kinderspielzeug grundsätzlich verboten. Spielzeug, das einen penetranten chemischen Geruch ausstrahlt, sollten Eltern nicht kaufen.

Schimmel – ein unterschätztes Risiko

Im Badespielzeug können sich Schimmel, Keime und Bakterien bilden bzw. wiederfinden. Bleibt zum Beispiel im Bauch eines
Quietsche-Entchens Wasser zurück, können sich im feucht-warmen Badezimmerklima Pilz- und Bakterienkolonien entwickeln, die durch das Loch an der Unterseite in das Badewasser geschwemmt werden. Bei empfindlichen Kindern kann das zu Augen- und Ohrentzündungen führen.

Löcher zukleben, Badespielzeug trocknen

Eltern können zur Sicherheit die Löcher zukleben, durch die Wasser in die Quietsche-Ente oder anderes Badespielzeug eindringen kann. Badespielzeug sollte gut trocknen und trocken aufbewahrt werden. Auf Badeöle oder andere ölhaltige Produkte sollte man verzichten, wenn Badespielzeug in der Wanne ist, denn Öliges erschwert es, Badespielzeug wieder sauber zu bekommen.

Hier gibt es weitere Infos zu Gesundheitsgefahren

Badespielzeug ist ein Beispiel für riskante Produkte, auf die die BAuA und die DSH in ihren Audio-Beiträgen hinweisen. Weitere Themen sind zum Beispiel Gesundheitsgefahren von Modeschmuck, Mehrfachsteckdosen oder Lederhandschuhen. Auf der Webseite „rueckrufe.de„, dem Informationsportal für Produktrückrufe und Verbraucherwarnungen der BAuA, können sich Interessierte schnell und umfassend über gefährliche Produkte informieren.

Quelle: Aktion Das sichere Haus

Foto: Pexels / Nietju Hart

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