Wunderbare Initiative des Hospiz-Verein Regensburg e.V. und DONUM VITAE Regensburg

Kinder, die zu klein oder zu krank sind, um auf die Welt zu kommen, werden „Sternenkinder“ genannt. Seit genau 20 Jahren gibt es für diese ganz besonderen Geschöpfe in Regensburg einen Begräbnisort auf dem Bergriedhof. Jetzt versammelten sich dort die Initiatorinnen und Organisatorinnen zu einer Gedenkfeier.

Es sind Gräber, die wie sonst keine geschmückt werden:  mit Rädern, die sich im Wind drehen, mit bunten Steinen, mit Plüschtieren, Engelchen, ja sogar Briefen. „Dieser Ort ist heilsam, weil hier Mütter, Väter und Geschwister trauern können“, sagte Pfarrer Klaus Göldner von der evangelischen Johannes-Gemeinde bei der Gedenkfeier. Bis zum Jahr 2001 gab es keinen Ort, wo Angehörige ihren Schmerz über den Verlust der so freudig erwarteten Kinder ausdrücken konnten. Kinder, die nicht zum Leben kommen konnten oder die zu früh auf die Wellt kamen und nicht überlebten, seien damals als Klinikmüll entsorgt oder zu Kosmetikartikeln verarbeitet worden, berichtete die langjährige ehemalige Vorsitzende des Hospiz-Vereins, Petra F. Seitzer. Sie wollte sich mit dieser belastenden Situation nicht abfinden, organisierte einen Runden Tisch mit den Kliniken, Schwangerschaftsberatungsstellen, Ärzten, Hebammen und Bestattern. Eine Initiative mit Erfolg. Am 6. März 2002 konnte die erste „Sternenkinder“-Beisetzung erfolgen, bis heute sind 80 weitere Bestattungen hinzugekommen.

Die Regensburger Beratungsstelle von DONUM VITAE hat die Initiative des Hospiz-Vereins von Anfang an unterstützt und sowohl mit Einzelgesprächen als auch mit einem speziellen Gruppenangebot für betroffene Mütter und Väter begleitet.  Allein im vergangenen Jahr seien es ca. 100 Beratungsfälle gewesen, sagte die Leiterin der Beratungsstelle, Doris Schiller. Zwischen DONUM VITAE und dem Hospiz Verein sei eine schwesterliche Verbindung entstanden, „eine segensreiche Brücke, die den Anfang und das Ende des Lebens verbindet.“

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„Schade, dass unser Kind nie die Sonne sehen konnte.“ So würden trauernde Eltern oft klagen, erfuhr Anna Seidl vom Hospiz-Verein. Deshalb sei die Aktion „Sonne im Herzen“ geboren worden. Das sind kleine Holzherzen in Form von Handschmeichlern. In jedes Herz ist ein kleiner, gelber Kreis eingearbeitet, durch den die Sonnenstrahlen scheinen können, so Anna Seidl. Das Herz ist aus einem Holzblock herausgeschnitten worden, somit ist ersichtlich, dass für immer etwas fehlt es aber nicht vergessen ist. Die Herzen werden in der Behindertenwerkstatt der Barmherzigen Brüder in Reichenbach von ganz besonderen Menschen angefertigt. Ab Juni können sie bei den Bestattungen als Trostzeichen den trauernden Eltern übergeben werden.


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