Foto: WetterOnline 

Schnell und effektiv frische Luft in die Wohnräume bringen

Verbrauchte Luft raus, frische Luft rein – wer regelmäßig lüftet, sorgt in den Innenräumen für ausreichend Sauerstoff. Das ist vor allem in Corona-Zeiten wichtig und es kann Schimmelbildung vermeiden und ein gesundes Raumklima schaffen. Doch wie wird richtig gelüftet und was ist dabei vor allem im Winter zu beachten? Die Expertinnen und Experten von WetterOnline geben Tipps für das Lüften in der kalten Jahreszeit.



Umso kälter die Luft, desto kürzer muss gelüftet werden 



Vor allem im Winter bleiben in vielen Wohnungen die Fenster geschlossen, damit die Räume nicht auskühlen. Doch gerade während der Heizperiode ist Lüften wichtig, um Luftverunreinigungen, Gerüchen und Schimmelbildung durch Feuchtigkeit vorzubeugen. Wer sich länger in seinen Wohnräumen aufhält, zum Beispiel im Homeoffice, sollte daher mehrmals täglich für frische Luft sorgen. Lüften geht im Winter schneller als im Sommer, denn je kälter es draußen ist, desto kürzer muss gelüftet werden. Warum das so ist, erklärt Björn Goldhausen, Meteorologe und Pressesprecher von WetterOnline: „Dass wir je nach Jahreszeit unterschiedlich lange lüften, hängt mit der Luftfeuchtigkeit zusammen. Die kalte Winterluft enthält nur wenig Feuchtigkeit und ist daher besonders trocken. Deshalb reichen bei niedrigen Temperaturen schon fünf bis zehn Minuten stoßlüften, um die Luftfeuchte in den Innenräumen abzusenken. Längeres Lüften verbessert die Luftqualität nicht, sondern kühlt nur die Räume aus.“



Stoßlüften: ja – Fenster auf Kipp: eher nein


Am effektivsten wird die Luft beim Stoßlüften ausgetauscht. Das bedeutet: die Fenster für fünf bis zehn Minuten weit öffnen – am besten auf gegenüberliegenden Seiten, sodass ein Durchzug entsteht und die Raumluft möglichst schnell ausgetauscht wird. Durch das kurze Stoßlüften kühlt zwar die Lufttemperatur in den Räumen ab, die Wände und Böden bleiben aber warm. So erreicht der Raum nach dem Lüften rasch wieder eine angenehme Temperatur. Zeit zum Lüften ist es spätestens dann, wenn die Luft als stickig empfunden wird oder sich Kondenswasser an den Scheiben bildet. In Räumen, in denen viel Feuchtigkeit entsteht, sollten große Mengen an Wasserdampf übrigens direkt nach draußen abgelassen werden. Das ist zum Beispiel im Badezimmer nach dem Duschen der Fall oder beim Kochen in der Küche.

Während des Lüftens ist es zudem ratsam, die Heizung auszuschalten, um Energie zu sparen. Dauerhaft gekippte Fenster sind im Winter zu vermeiden. Denn sie erhöhen zum einen den Energieverbrauch, zum anderen begünstigen sie die Entstehung von Schimmel. Durch gekippte Fenster kann nämlich kein effektiver Luftaustausch stattfinden und somit die feuchte Luft im Raum nicht entweichen. Hinzu kommt, dass die Wände durch das stetig geöffnete Fenster nach und nach auskühlen. Trifft die feuchte Innenluft nun auf die kalten Wände, kondensiert sie dort – die Wände werden feucht und Schimmel kann sich bilden.


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