Regensburger Zahnärztin Sina Ophoff nutzt ihre Freizeit und hilft in Afrika

Seit vielen Jahren fliegt die junge Regensburger Zahnärztin Sina Ophoff nach Uganda, um dort Patienten zu behandeln; Menschen, die noch nie einen Zahnarzt gesehen haben und teilweise seit Jahren mit unsäglichen Schmerzen leben müssen.

Sina Ophoff hat ein Glänzen in den Augen, wenn sie von ihrem Engagement in Uganda erzählt. Die jährliche Reise ist eine Herzensangelegenheit. Anfangs reiste sie alleine mit zwei Helferinnen. Bald waren sie schon 3 Zahnärzte vor Ort. „Wir fahren bewusst dorthin, wo Menschen rein gar keine medizinische Versorgung erhalten und zum Teil schon seit Jahren mit Zahnschmerzen leben.“ Ihre Kontaktpersonen vor Ort ist Tanja Akena, die seit fast 10 Jahren dort lebt. Sie hat einen Kindergarten gebaut und mittlerweile eine Schule und ein Internat. „Spannend war, dass wir den Bau von Anfang bis Ende mitverfolgen konnten und die positiven Veränderungen, die sich dort ereignet haben.

Die jungen Ärzte operieren allesamt unentgeldlich. In Uganda durchaus auf dem Boden, weil es keine Klinik gibt.

Die Schule platzt – obwohl erst seit Anfang des Jahres offen – schon jetzt aus allen Nähten“, erzählt Ophoff. Dieses Jahr besuchte Ophoff eine Art Kinderheim, das ebenfalls von einer Deutschen gebaut wurde und finanziert wird. Hier werden Kinder – auch mit Behinderungen – unterrichtet.

In Uganda werden Kinder mit Behinderungen oftmals gleich nach der Geburt umgebracht. Wenn sie leben dürfen, haben sie keine Chance auf eine Zukunft. Viele Eltern holen die Kinder aus der Einrichtung nicht mehr ab; also leben sie dort. „Die Schicksale dieser Kinder sind für uns unvorstellbar: Geistig oder körperlich behinderte Kinder werden manchmal sogar nackt mit Tieren im Stall “gehalten”.

Behindete Kinder haben in Uganda gar keine Chance. Die Ärzte kümmern sich liebevoll um die kleinen Patienten.


“Mercy, ein Mädchen mit genau diesem Schicksal durften wir kennenlernen. Sie ist schätzungsweise 14 Jahre alt und kam vor 2 Jahren aus einem Ziegenstall, in dem sie bisher gelebt hat, in die Einrichtung. Sie gab damals nur Tierlaute von sich. Heute hat sie einen Paten aus Deutschland und Ihr Aufenthalt im Heim und eine soweit mögliche Schulbildung sind ihr gesichert. Wir konnten bei ihr im Februar eine große Zahnbehandlung durchführen“, erzählt Ophoff weiter. Die Unterbringung und Betreuung in diesem Heim wird ausschließlich über Spenden organisiert.

Auf jeder Reise lernt Ophoff Menschen kennen, die sie bitten, ihr Dorf/ihre Schule usw. zu besuchen, weil überall großer Bedarf an medizinischer Versorgung besteht. Dabei arbeiten Ophoff und ihr Team mit einfachsten Mitteln, behandeln und operieren auf dem Boden, meist ohne Strom und Wasser. „Wir sind flexibel und freuen uns, wenn wir direkt helfen können. Wir arbeiten überall da, wo Menschen sind und nehmen ihnen direkt die Schmerzen.“

Die Armut in Uganda bedeutet, dass die Menschen dort quasi keinerlei medizinische Versorgung haben.


Auch in Madagaskar war Ophoff bereits im Einsatz – dort, wo der Gesundheitszustand der Menschen noch schlechter ist als in Uganda. „Dort
trafen wir eine Hebamme, die auf der Insel eine Frauenklinik ins Leben gerufen hat.“ Die Einsätze sind harte Arbeit. „Wir arbeiten in der Hitze, im Dreck, direkt im Busch. Trotzdem macht es uns Freude. Man wird auch wieder auf sehr wesentliche Dinge geerdet, wenn man dort ist.“ Alle Helfer opfern dafür ihren Urlaub und ihre Freizeit. Die Reise- und Einsatzkosten, die sich pro Einsatz auf etwa 15.000 Euro belaufen, wurden bisher von Ophoff und ihrem Kollegen Michael Camenz privat getragen.


Helfen:

Wir alle können den sensationelles Engagement der engagierten Zahnärztin unterstützen. Jede noch so kleine Spende hilft:

Verein “wir-in-Uganda”
IBAN DE96 3006 0601 0005 3750 43.


Interessierten Zahnärzten kann der Verein auch gerne Einsätze vermitteln.


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