Der Natur und den Bauern sei Dank

Herbstliche Hülle und Fülle

Wie ein letztes Aufbäumen färbt sich die Natur im Herbst noch einmal bunt, bevor sie zur (Winter)Ruhe kommt. Diese besondere Umbruchzeit lädt auch uns zur Entschleunigung ein. Durchatmen und nachdenken… Was hat der Sommer gebracht? Neben einer Hülle an Erlebnissen hat uns die warme Jahreszeit auch eine Fülle an Obst und Gemüse beschert, die wir nun um Herbst – genau wie manche Erfahrung – verarbeiten und genießen.

Während wir den Rhythmus des Jahres oft nur noch unterbewusst spüren, richten die Bauern ihr Leben danach aus. Jetzt im Herbst schließen sie die Ernte ab: Kohl, Kartoffeln, Kürbisse und viele andere herbstlichen Produkte haben jetzt Saison. Unser Dank geht an die Natur, aber eben auch an die heimische Landwirtschaft, die unsere Grundversorgung mit Lebensmitteln sicherstellt. Die hohe Wertigkeit und die Herkunft der echt bayerischen Produkte erkennt man übrigens leicht an dem weiß-blauen staatlichen Siegel „Geprüfte Qualität – Bayern“. Das Bayerische Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten liefert zu den zertifizierten Zutaten bunte Rezepte und Tipps rund um Kartoffel und Kürbis. Schon mal Kartoffelbrot mit Rote Beete probiert? Oder Hokkaido-Püree mit Schweinefilet und glasierter Pastinake? Die deftigen Herbstgerichte bringen Abwechslung in die Küche – und eignen sich prima, um sich gemütlich einzuigeln und den Sommer loszulassen. Jedes Loslassen bedeutet schließlich auch, sich für Neues zu stärken.

Kocheigenschaften der Kartoffel

Stärke trägt bekanntlich auch die Kartoffel in sich – im wahrsten Sinne, aber auch symbolisch gesprochen. Denn sie ist nicht nur lecker, sondern ein regionaler Energie- und Vitaminlieferant. Schon gewusst, dass Kartoffeln abhängig von ihrem Stärkegehalt grundlegend in drei Kochtypen eingeteilt werden? Je mehr Stärke enthalten ist, desto mehliger ist die Knolle. Die Unterscheidung zwischen mehlig kochend, vorwiegend festkochend und festkochend ist relevant für die Zubereitung des Erdapfels. Denn nicht jede Kartoffel eignet sich beispielsweise für Kartoffelsalat und auch für die Kloßproduktion empfiehlt es sich schon beim Einkauf, den Farbcode auf dem Etikett der Kartoffeln genauer unter die Lupe zu nehmen.

Kürbisvarianten für jede Vorliebe

Auch bei Kürbissen lohnt es sich, genauer hinzuschauen. Sie leuchten im Herbst vielerorts von Verkaufsständen und bringen – auch emotional – Farbe in die dunkleren Tage. Klassische Sorten wie der Halloween-Kürbis im strahlenden Orange gehören dabei ebenso zum Sortiment wie der helle birnenförmige Butternuss Kürbis oder der meist kleinere, etwas dunklere Hokkaido. Sie unterscheiden sich nicht nur in Farbe und Form, sondern auch im Geschmack. Während die Sorte Butternuss – selbstredend – eine buttrig-nussige Note hat, hat die klassische Halloween-Variante mit dem klingenden Namen „Ghost Rider“ ein mildes, leicht süßliches Aroma. Sie eignet sich deshalb besonders für Kuchen und Desserts. Muskat-Kürbisse findet man selten als Ganzes, sie können bis zu 30 Kilo schwer werden. Die dunkelgrünen bis hellbraunen Exemplare gibt es häufig als Stücke zu kaufen. Das Fruchtfleisch macht sich auch roh gut als Salat, sein fruchtig-säuerliche Geschmack passt aber ebenso zu Süßspeisen. Die allseits bekannten Hokkaidos gehören zu den kleineren Vertretern der Kürbisse und sind wahre Allrounder. Ihr kräftiger Geschmack ist süß und würzig zugleich. Deshalb schmeckt der Hokkaido eben auch püriert, beispielsweise als Beilage zu Schweinefilet. Das bedeutendste Alleinstellungsmerkmal ist die essbare Schale. Sie wird beim Garen weich und gibt den Gerichten ein tiefes Orange.

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Köstliche Erntedank-Rezepte:

Fermentierte Zwetschgen

Herbstliche Quiche

Kartoffelbrot mit
Rote Beete

Und nun guten Appetit und schönes Erntedank-Fest mit Ihrer Familie!