Foto: Leuchtendes Steinkraut. Foto: Torsten Mierswa

Der Garten hat für viele Freizeitgärtner im Laufe des letzten Jahres merklich an Bedeutung gewonnen und den einen oder anderen Interessierten oder Neueinsteiger dann doch manchmal vor besondere Herausforderungen gestellt. Für einen guten Start ins Gartenjahr im April deshalb hier ein paar Tipps.

Falls noch nicht, geschehen sollten schnellstmöglich die verdorrten, verblühten Triebe und Samenstände von Stauden, wie Fetthenne, Herbstaster oder Sonnenhut zurückgeschnitten werden. Die zarten Neuaustriebe spitzen schon aus dem Boden. Das gleiche gilt für für Ziergräser. Frühjahrsblühende Ziergehölze schneidet man erst nach der Blüte. Der Rosenschnitt erfolgt in etwa zur Forsythienblüte.

Im Gemüsegarten gilt: Solange der Gartenboden noch nass und kalt ist, macht das Aussäen und Pflanzen wenig Sinn. Sie sollten es vermeiden, in noch nasse und zu feuchte Beete zu steigen, da dabei die Bodenstruktur zerstört und der Boden verdichtet wird. Pflanzen und Saatgut bevorzugen einen trockenen und warmen Boden. Der Boden soll mit Krail, Sauzahn und Eisenrechen gelockert und nicht umgegraben werden. Eine Gabe Kompost – rund drei bis fünf Liter/m2 – dienen als Grundnährstoffversorgung. Der eigene Kompost ist eine wunderbare Möglichkeit, das eigene organische Material, das in Garten und Haushalt anfällt, wieder der Natur in Form von Bodenverbesserung und Dünger zurückzugeben.

Wer ein Hochbeet sein eigen nennen kann, wird feststellen, dass sich die Erde schneller erwärmt. Der Anbaubeginn kann dadurch etwas vorgezogen werden. Erfahrungsgemäß werden Radieschen, Rettiche und Salate zuerst angebaut. Rucola, Dill und Petersilie ergänzen die Vielfalt. Vorgezogene, inzwischen zu groß gewordene Pflänzchen (meistens Tomaten, Paprika und Blumen), die noch im warmen Zimmer ihr Dasein fristen, müssen baldmöglichst an die „frische Luft“, um abgehärtet zu werden. Aber schön langsam, denn auch Pflanzen können einen Sonnenbrand bekommen.

Störendes Beikraut – landläufig Unkraut genannt – sollte frühzeitig aus Gemüse- oder Staudenbeet entfernt werden. Wurzelunkräuter werden idealerweise mit der Grabgabel entfernt, damit möglichst viel zusammenhängendes Wurzelgeflecht mit dabei ist. Auch Unkrautstecher leisten hier wertvolle Dienste. Für Frühjahrskuren ist ja das eine oder andere Beikraut bestens geeignet. Giersch, Löwenzahn, Brennnessel und Vogelmiere lassen das Herz so manchen „Wildkrautgeniessers“ höher schlagen. Ein Tipp noch: Gehen Sie mit offenen Augen durch den Garten, genießen und entdecken Sie die ständigen Veränderungen. Das Frühjahr ist dazu bestens geeignet.

Für weitere Auskünfte steht das „Garten-Team“ im Landratsamt, Telefon 0941 4009-361, -362, -619, gerne zur Verfügung.


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