Viele ältere Schüler haben ein Smartphone. Wie dort im Klassenchat Mobbing verhindert werden kann, verrät die Initiative “Schau hin!”.

Ob eine Frage zu den Mathe-Hausaufgaben, zur Freistunde oder zum Klassenausflug: Für solche Themen sind die Klassenchats eine wichtige Anlaufquelle. Über ihr Smartphone tauschen sich Kinder vor allem auf weiterführenden Schulen nach dem Unterricht aus. Besonders beliebt sind WhatsApp und andere Messengerdienste. Bisweilen kommt es in der Klassengruppe leider zu ausgrenzendem und unangemessenem Verhalten. „Weil Messenger-Dienste im Alltag auch für junge Menschen oftmals selbstverständlich sind, sollten Kinder wissen, wie sie sich in einem Klassenchat verhalten“, sagt Kristin Langer, Mediencoach bei „Schau hin!“.

Regeln für den Klassenchat festlegen

Daher sollten für den Klassenchat verbindliche Regeln festgelegt werden. Langer rät, diese Regeln auf einem Elternabend zu besprechen und so einen Konsens zu erzielen. Die Experten des vom Bundesfamilienministeriums geförderten Medienratgeber für Familien empfehlen für ein faires Miteinander:

  • Alle Schüler der Klasse sollten Zugang zum Klassenchat haben. Kein Kind sollte ausgeschlossen werden.
  • In der Chatgruppe sollte ein respektvoller Umgangston herrschen.
  • Streitigkeiten und Konflikte sollten nicht im Klassenchat ausgetragen werden, sondern im direkten Gespräch geklärt werden.

Mediencoach Kristin Langer rät: rät: „Es ist wichtig, dass Eltern ihr Kind dabei unterstützen, neue Herausforderungen zu meistern. Wenn sie ihm vermitteln, dass es sich jederzeit an sie wenden kann, wenn etwas im Klassenchat passiert ist und es belastet, lässt sich gemeinsam ein Weg finden, was zu tun ist.“ 

Vorsicht mit Bildern und Videos

Oft liest man darüber, wie Kinder mit Bildern oder Videos unter Druck gesetzt werden. Gerade jüngere Schüler wissen oft nicht, welche Folgen es haben kann, wenn sie solche Dateien über den Klassenchat versenden. Denn die Bilddateien verbreiten sich schnell und können nicht wieder gelöscht werden. Damit Kinder nicht unbeabsichtigterweise den Anlass für Cybermobbing liefern, sollten sie sich dieser Verantwortung bewusst sein. “Kinder müssen sich Gedanken machen, ob sie die Zustimmung der abgebildeten Personen haben und ob ein Spaß plötzlich ernsthafte Folgen nach sich ziehen kann“, erklärt Langer. 

Bild: Pexels / Katerina Holmes

Autorin: Kirsten Hemmerde


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