Es gibt viele gute Gründe, warum eine stillende Mutter zeitweise ihr Baby nicht an der Brust füttert: Zum Beispiel weil sie unterwegs oder erwerbstätig ist, Medikamente einnimmt oder das Kind Schwierigkeiten mit dem Trinken an der Brust hat. Ein Vorrat an Muttermilch hilft hier. Zudem kann die Milchbildung durch Abpumpen gefördert werden.

Per Hand oder mit der Milchpumpe
Für gelegentliches Abpumpen und die Gewinnung kleiner Mengen hat sich das Ausstreichen per Hand oder die Hand-Milchpumpe bewährt. Eine elektrische Pumpe ist bei häufigem Abpumpen sowie zum Aufbau der Milchbildung sinnvoll. Elektrische Milchpumpen und ihr Zubehör verleihen Apotheken und Sanitätshäuser, mit und ohne Rezept. Ein solches Rezept können zum Beispiel Kinderärzte oder Frauenärzte ausstellen.

Egal ob die Muttermilch per Hand oder Pumpe gewonnen wird, es braucht etwas Zeit und Übung. Unterstützung bieten Hebammen und Stillberaterinnen, sei es bei der Auswahl des passenden Trichteraufsatzes und Anwendung der Milch-Pumpe oder der Aufbewahrung und Fütterung der Muttermilch.

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Das ist wichtig beim Abpumpen von Muttermilch
- Hygiene zählt: Hände und Fingernägel gründlich mit Wasser und Seife waschen. Zum Abtrocknen eignen sich Papierhandtücher oder ein Handtuch, das täglich gewechselt wird. Brust und Brustwarzen müssen nicht speziell gereinigt werden.
- Vorbereitung: Pumpzubehör und Behälter zum Auffangen bzw. Aufbewahren der Milch sauber gespült bereitstellen. Möglichst direkt in das Gefäß abpumpen, in dem die Milch aufbewahrt wird: So werden Verunreinigungen beim Umfüllen vermieden.
- So funktioniert´s: Den passenden Pumpaufsatz mittig auf die Brustwarzenregion setzen und die Pumpe gemäß der Gebrauchsanweisung des Herstellers bedienen. Bei der elektrischen Pumpe mit einem niedrigen Vakuum bei hoher Frequenz beginnen. Sobald die Milch fließt, die Saugfrequenz verringern und das Vakuum erhöhen – so wird schneller, mehr Milch gewonnen. Welche Einstellung am besten passt, ist von Frau zu Frau unterschiedlich. Hier lohnt es sich, auszuprobieren, wie es am besten funktioniert.

- Nach dem Abpumpen säubern: Nach jedem Gebrauch Pumpset und Behälter mit Spülmittel und heißem Wasser reinigen. Danach unter fließendem Wasser abspülen und alle Spülmittelreste abwaschen. Mit einem Papierhandtuch oder an der Luft trocknen lassen. Alternativ in der Spülmaschine bei mind. 65 °C spülen.
- Mindesttemperatur 65 °C: Eine heißere Reinigung als 65 °C ist möglich, aber nicht nötig. Jedoch sollte nicht kälter als 65 °C gespült werden.
Hier erfährst du mehr zur Aufbewahrung und anschließenden Erwärmung von Muttermilch.
Quelle: Netzwerk Gesund ins Leben
Bilder: Freepik
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