Kinderärztin Dr. Ursula Bubendorfer über wichtige Gesundheitsbausteine

Das Immunsystem ist der Grundpfeiler unserer Gesundheit. Und dieser Grundpfeiler wird in der Kindheit gelegt. Die Allgemein- und Kinderärztin Dr. med. Ursula Bubendorfer, Präsidentin der Medizinischen Gesellschaft für Mikroimmuntherapie (MeGeMIT), stellt seit jeher das Immunsystem ins Zentrum ihrer mehr medizinischen Arbeit mit Kindern und Jugendlichen. Ihre Erfahrung: Wenn Kinder ständig krank sind, hilft ein Blick auf den Zustand des Immunsystems. Denn gerät das Immunsystem aus der Balance, meldet es sich: „Unser Immunsystem tut alles, um uns vor Krankheiten zu schützen. Wenn es überfordert ist, sendet es liebevolle Warnsignale“, so Dr. Bubendorfer.

Bubendorfer hat einen spannenden Punkteplan für die Gesundheit ausgearbeitet: 6 Säulen des Immunsystems, die es zu beachten und zu pflegen gilt!

1: Darmgesundheit


Die Ernährung beeinfluss die Immunfunktion entscheidend! Rund 80% unseres Abwehrsystems befinden sich im Darm. Kinder sollten daher verschiedene vitale Nährstoffe aus Obst, Gemüse, Kräutern zu sich nehmen.

2: Regelmäßiger Schlaf


Schlaf wirkt sich direkt auf das Immunsystem aus. Bereits drei Stunden Schlafmangel beeinträchtigen die Funktion der T-Zellen, die für eine effektive Immunabwehr unabdingbar ist. Gute Schlafgewohnheiten sind daher wichtig. Ein liebevolles Gute-Nacht-Ritual hilft.

3: Entspannung und soziale Interaktionen

Derzeit müssen Kinder mit coronabedingten Einschränkungen leben: Fehlende soziale Interaktion in der Freizeit und erhöhter Stress durch die strengen Corona-Regeln. In solchen Phasen setzt der Körper vermehrt Cortisol und Adenosin frei: Stoffe, die das Immunsystem beeinträchtigen. Sorgen Sie für soziale Interaktionen in der Familie mit beispielsweise Familienspielen.

4: Bewegung ist Leben

Ohne Bewegung können sich Kinder nicht gesund entwickeln. Sie schult die Wahrnehmung und stärkt das Immunsystem. Nutzen Sie jede Gelegenheit für Bewegung, beispielsweise mit Bewegungsspielen. Auf keinen Fall sollten sich Kinder zu Hause hinter dem PC verschanzen. Gehen Sie an die frische Luft.

5: Schnelles Aufwärmen

Frieren verlangsamt die Abwehr und die Kälte beeinträchtigt die Schleimhautdurchblutung. Unterwegs hilft warmer Tee; zu Hause eine warme Dusche oder ein heißes Bad. Gleiches gilt für die Schule oder den Kindergarten, wo durch das momentane Lüften zum Teil „arktische“ Temperaturen herrschen.

6: Unterstützung holen

Bei immer wiederkehrenden Beschwerden, häufigen Infekten, sollte ein Experte hinzugezogen werden! Die Ursachen müssen erforscht werden. Die Naturheilkunde bietet sanfte Optionen, die den kindlichen Organismus stützen. Vitamin C, Zink, Vitamin D, Echinacea und Probiotika für die Darmgesundheit sind wertvoll.

„Auch die Mikroimmuntherapie kann in diesem Zusammenhang sehr gute Dienste leisten“, so Dr. Bubendorfer. „Sie setzt wie keine andere Therapie direkt am Immunsystem an.“
 
Bei der klassischen Immuntherapie werden dem Körper Immunbotenstoffe zugeführt, um die Immunantwort zu modellieren. Auf diese Weise ist es möglich, das Immunsystem auf natürliche Art zu den gewünschten Reaktionen zu animieren, stimulierend oder hemmend einzuwirken. Ziel der Mikroimmuntherapie ist es, einem überforderten Immunsystem den Weg zurück zu einer wirkungsvollen Reaktionsweise zu zeigen.


Unser Video zu den 6 Säulen des kindlichen Immunsystems finden Sie hier:

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