Foto: Stefanie Grünauer

Der Ziergarten ist im Juni geprägt von seiner üppigen Blütenpracht: Stauden, Rosen und Kräuter erfüllen den Garten mit Farbe und Duft. Gräser und Funkien entwickeln sich in diesem Monat zu ihrer vollen Schönheit. Höher wachsende Stauden (wie Rittersporn, Astern und viele mehr) bedürfen oftmals einer Stütze – vor allem wenn es regnet – besteht die Gefahr, dass Pflanzenteile abbrechen. Auch verblühen die ersten Stauden bereits: Wenn man die Ausbreitung über Samen vermeiden möchte, müssen die Pflanzen zurückgeschnitten werden.

Kommt es im Juni zu Hitzetagen, reagiert der Zierrasen empfindlich. Ohne Wässerung neigt er zum Verbräunen. Bei Regen reguliert sich das schnell wieder. Im Zuge des Klimawandels, mit künftig zu erwartenden, trockenen und heißen Sommern, sollte jedoch grundsätzlich überlegt werden, ob ein reiner Zierrasen überhaupt noch zeitgemäß ist. Eine artenreiche Wiese oder ein pflegeleichtes Staudenbeet eignet sich hervorragend als Alternative.

Der Juni ist auch der Auftakt für die Rosensaison. Mehrfach blühende Rosen werden Anfang Juni nochmal mit organischem Dünger versorgt, Ende des Monats sollte die Düngung eingestellt werden. Wird Verblühtes regelmäßig entfernt, können sich die Blüten bis zum Frost immer wieder neu bilden. Einmal blühende Strauchrosen können bei Bedarf nach der Blüte geschnitten werden. Entnimmt man bodennah einzelne ältere Triebe, so wird das Wachstum neuer junger Triebe angeregt.

Topf- und Balkonpflanzen müssen in den heißen Monaten regelmäßig gegossen werden. Bei der Düngung sollten Langzeitdünger statt Flüssigdünger verwendet werden.

Im Gemüsegarten ist Erntezeit. Entstehende Lücken sollten mit Herbstgemüse aufgefüllt werden, dabei sollte auf die Fruchtfolge geachtet werden. Auch muss regelmäßig gewässert werden. Hacken und Mulchen kann manchen Gießgang jedoch ersetzen. Feinmaschige Kulturnetze können gegen beißende und saugende Insekten eingesetzt werden – bei Kohlkulturen gegen Kohlweißling, Kohleule, Kohlfliegen, bei Lauch gegen Motte und Minierfliege. Aber auch der Befall mit Blattlaus, Erdfloh und Weißer Fliege wird minimiert. Bei Tomaten soll auf Kraut- und Braunfäulebefall geachtet werden. Besonders in feuchten Jahren kann es dadurch zu großen Verlusten kommen. Die Tomaten stehen gut in großen Kübeln unter Vordach oder regengeschützt am Haus oder Schuppen. Beim Gießen sollte bodennah und tiefgründig gegossen werden, wenn die Pflanzen morgens welk aussehen. Wichtig ist auch eine ausgewogene Nährstoffversorgung.

Das Obst des Monats Juni ist wohl die Erdbeere. Es ist ratsam, ein Erdbeerbeet mit Stroh oder Holzwolle zu mulchen, um Wasser und Schmutz von den Früchten fern zu halten und so Fäulnis zu verhindern. Rhabarber kann noch bis Johanni (24. Juni) geerntet werden, danach steigen die Oxalsäurewerte stark an. Im Juni „säubern“ sich die Apfelbäume von zu üppigem Fruchtbehang – der sogenannte Junifall. Ab Johanni kann hier ein Sommerschnitt erwogen werden. Einzelne stärkere Äste können entnommen werden. Einjährige Langtriebe, die vor allem nach einem starken Winterschnitt wachsen, können durch Reißen entfernt werden. Am Spalierobst werden Jungtriebe pinziert, das heißt, auf maximal 20 Zentimeter entspitzt. So wird der Fruchtansatz für das nächste Jahr gefördert. Zu achten ist außerdem auf Moniliabefall an Apfel und Mehltau an Apfel, Johannisbeere und Stachelbeere. Die ersten frühen Süßkirschsorten reifen bereits im Juni. Diese sind weniger mit Kirschfruchtfliegenmaden durchsetzt als die späten Sorten.

Genießen Sie, neben der Gartenarbeit, bei ihrem Rundgang durch den Garten auch das grandiose Naturschauspiel, das sich täglich bietet. Beobachten Sie die Tiere in Ihrem Garten, die Vögel, die ihre zweite oder dritte Brut großziehen, aber auch Schädlinge und Nützlinge und das Gleichgewicht, das sich in einem vielseitig angelegten Garten meist auch ohne Anwendung von Chemie wieder einstellt.

Kontakt: Für Fragen zu Gartenthemen steht das „Garten-Team“ im Landratsamt Regensburg (Telefon: 0941 4009-361, -362, -619) gerne zur Verfügung.

Bildunterschrift:

Juni-Impressionen. Foto: Stefanie Grünauer

Bild 2: Baumkunst. Foto: Stefanie Grünauer

Bild 3: Blütenpracht. Foto: Stefanie Grünauer

Bild4: Spalierobst – das schmeckt. Foto: Stefanie Grünauer


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