Kaum etwas sorgt für so viele Diskussionen und Streit zwischen Eltern und Kindern wie das Handy. Vor allem die Nutzungszeit, aber auch Auswirkungen auf das Verhalten machen oft Sorgen.

Anzeichen für eine exzessive Handy Nutzung

Das Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit, das zum Bundesgesundheitsministerium gehört, erklärt: Eine zeitweise intensive Beschäftigung mit dem Smartphone führt nicht immer zwingend in eine Abhängigkeit – die Übergänge sind allerdings fließend. Hinweise auf eine beginnende Sucht können sein:

  • das ständige Prüfen von Nachrichten ohne Anlass,
  • das Kind reagiert gereizt, wenn es keinen Zugang zum Handy hat,
  • dauerhafte gedankliche Beschäftigung mit den Lieblingsspielen auf dem Handy oder sozialen Netzwerken,
  • erfolglose Versuche, die Mediennutzung zu reduzieren,
  • Vernachlässigung der (außer-)schulischen Verpflichtungen und sozialen Kontakte,
  • körperliche Begleiterscheinungen wie Kopf- und Rückenschmerzen oder Schlafmangel,
  • Verheimlichung oder Verharmlosung des Nutzungsverhaltens und Folgeprobleme.
Kind mit Handy

Wie können Eltern vorbeugen?

Du hast es in der Hand, den Umgang mit dem Smartphone von Anfang an zu begleiten. Dabei helfen dir diese Tipps:

  • Richte einen Kinderschutz ein: Damit sorgst du dafür, dass dein Kind nicht auf ungeeignete Inhalte zugreifen kann. Hier findest du eine Anleitung.
    www.ins-netz-gehen.de/eltern/handy-tablet/smartphone-kindersicher-einrichten/#c337
  • Klare Regeln festlegen: Vereinbare feste handyfreie Zeiten, zum Beispiel bei den gemeinsamen Mahlzeiten, bei Besuch oder vor dem Schlafengehen.
  • Digitale Auszeiten erklären: Mache deutlich, warum handyfreie Zeiten wichtig sind und überprüfe regelmäßig, ob dein Kind sich daran hält. Tut es das nicht, sollten gemeinsam entsprechende Konsequenzen vereinbart werden.
  • Benachrichtigungen einschränken: Ohne ständiges Aufleuchten oder Klingeln bleibt dein Kind innerlich ruhiger.
  • Vorbild sein: Halte dich selbst auch an eure Absprachen.
  • Freizeit aktiv gestalten: Unternehmungen und Freizeitangebote lenken vom Handy ab.
  • Selbsttest anbieten: Falls dein Kind sehr häufig am Handy ist, kann es den Selbsttest machen www.ins-netz-gehen.de/test-handysucht-computersucht/. Dann bekommt eine Auswertung zum persönlichen Nutzungsverhalten und kann bei Bedarf eine kostenlose Online-Beratung nutzen.

Quelle: Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit

Bilder: Pexels / Kampus und Ron Lach

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