Mediziner haben ihre Hinweise aktualisiert, mit denen Eltern das Risiko für einen plötzlichen Säuglingstod bei ihrem jungen Kind entscheidend reduzieren können.

In den letzten Jahren gab es große Fortschritte rund um den plötzlichen Säuglingstod. Experten haben immer mehr Faktoren identifiziert, die für diese Todesursache verantwortlich sein können. Damit können sie gleichzeitig Eltern viele wertvolle Tipps an die Hand geben, mit denen Väter und Mütter ihre Kinder schützen können. Nun haben die Deutsche Gesellschaft für Schlafforschung und Schlafmedizin e.V. (DGSM), die Deutsche Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin e.V. (DGKJ) und weitere Institutionen ihre Empfehlungen aktualisiert. Das kannst du tun, um das Risiko für dein Baby zu senken:

Richtige Schlafumgebung senkt Risiko für Säuglingstod

  • Lege dein Kind zum Schlafen auf den Rücken.
  • Es sollte auf einer festen und horizontalen – also keiner schrägen – Unterlage schlafen.
  • 18 Grad ist während der Nacht die optimale Raumtemperatur.
  • Lass dein Baby am besten in einem Schlafsacks in altersentsprechender Größe schlafen.
  • Falls du keinen Schlafsack verwendest, ist es wichtig, darauf zu achten, das dein Baby nicht mit dem Kopf unter die Bettdecke rutschen kann. Lege es dafür so ins Bett, dass es mit den Füßen am Fußende anstößt.
  • Im Bett sollte es keine Kopfkissen, Fellunterlagen, Nestchen, gepolsterte Bett-
    umrandungen oder größere Kuscheltiere geben. Sie könnten dein Kind versehentlich bedecken.
  • Die Experten empfehlen, ein Baby bei Schlafen nicht fest einzuwickeln. Pucken sollte vermieden werden. Denn eine Studie fand hierbei ein erhöhtes Risiko für Plötzlichen Säuglingstod, wenn die Kinder auf dem Bauch oder der Seite lagen.

Schnuller und Stillen können ebenfalls helfen

  • Ein Schnuller kann das Risiko für den plötzlichen Kindstod um 30 Prozent senken. Die Mediziner erklären das durch eine Erweiterung der Atemwege oder einer geringeren Schlaftiefe bei Schnullerverwendung.
  • Ebenso ist es ratsam, das Baby möglichst vier bis sechs Monate zu stillen.
  • Lege dein Kind tagsüber, wenn es wach ist und du es gut im Blick hast, regelmäßig für kurze Zeit auch auf den Bauch. So förderst du die motorische Entwicklung und beugst einer asymmetrischen Kopfform vor.
  • Die Umgebung deines Babys sollte rauchfrei sein – auch schon während der gesamten Schwangerschaft.
  • Ideal ist es, wenn dein Baby bei euch im Schlafzimmer schläft – allerdings in seinem eigenen Bett.

Foto: Unsplash / Ana Tablas

Quelle: Deutsche Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin


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