HypnoBirthing ist eine Methode der Geburtsvorbereitung, die werdenden Müttern hilft, Ängste und Unsicherheiten loszulassen und ihr Vertrauen in ihre eigenen Fähigkeiten zu stärken. Mit bestimmen Hypnose- und Atemtechniken lernen die Frauen gelassener und mit Vorfreude auf ihre Geburt zu blicken und eine schöne und selbstbestimmte Geburt zu erleben.

Aber trifft das in der Tat zu? Wir haben uns mit Leonie Ries unterhalten. Sie ist Familiencoach und hat ihr zweites und drittes Baby mithilfe von HypnoBirthing auf die Welt gebracht.

Leonie, wie bist Du auf HypnoBirthing gekommen?

Aufmerksam geworden bin ich darauf bei einem Vortrag auf einer Babymesse. Ich war sofort begeistert von dem Prinzip und fand es auch sehr einleuchtend. Mir war klar, wenn ich noch ein weiteres Kind bekomme (meine erste Tochter war zu dem Zeitraum ca. ein halbes Jahr alt), wollte ich das ausprobieren.

Was hat Dich ursprünglich neugierig gemacht bzw. von der Idee überzeugt?

Dieser Angst – Spannung – Schmerz – Kreislauf kam mir sehr einleuchtend vor, und auch die Tatsache, dass hier Väter ganz bewusst mit eingebunden werden. Ich wollte eine selbst- und keine fremdbestimmte Geburt haben.

Wie bereitet man sich vor? Wie waren die Kurse? Was macht man da? Was lernt man da?

Es war ein Paarkurs über mehrere Module (Bei mir waren es 5 Termine). Es gibt Theorie, bei der man sehr viel über den natürlichen Geburtsverlauf lernt, und einen praktischen Teil mit Atem-, Entspannungs- und (Selbst)hypnosetechniken. Zusätzlich bekommt man noch Materiel zum Üben. Gerade die Atem- und Hypnoseübungen sollte man dann zu Hause regelmäßig üben.


Als Schwangere und werdender Vater gewinnt man so Sicherheit und wird vorbereitet, wie und wann man sich worauf einstellen kann und was den werdenden Eltern wichtig sind (Interventionen, wenn ja, welche und wann) Gleichzeitig wird auch die Verbindung zum Kind gestärkt. Ich bin mit sehr viel Sicherheit in die nächste(n) Geburte(n) gestartet und habe meinem Körper und meinem Kind vertraut.

Wie war es dann konkret bei den Geburten? Hat es wirklich geholfen? Wie? Man kann sich gar nicht vorstellen, dass der Schmerz einer Geburt durch eine Übung gelindert werden kann….???

Von außen betrachtet waren alle drei Geburten sehr ähnlich, es ging recht zügig und ohne Interventionen. Aber gefühlt waren Welten dazwischen. Bei den HypnoBirthing-Geburten war ich sehr stark bei mir, habe auf mich und meinen Körper, seine Signale geachtet und habe mich aktiv gefühlt. Bei der ersten Geburt hatte ich das Gefühl hilflos zu sein und abhängig von den Geburtshelferinnen.


Die Geburten waren nicht komplett schmerzlos, aber es war zu keinem Zeitpunkt so stark, wie ich es bei der ersten Geburt empfunden habe. In meinen Geburtsberichten steht bei der ersten Geburt „Kann nicht mehr“ und bei der nächsten „Mutter liegt entspannt im Wasser“. Das ist wohl eine gute Beschreibung, wie ich mich auch gefühlt habe. Außerdem war ich nach den HypnoBirthing Geburten viel schneller wieder fit und konnte aufstehen.

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Was würden Sie einer werdenden Mama bezüglich HypnoBirthing auf den Weg geben?

Es lohnt sich auf jeden Fall, sich damit auseinander zu setzen. Es mag nicht jeder der Typ dafür sein, aber ich denke falsch kann man auf keinen Fall etwas machen. In meinen Augen ist es auch sinnvoll, einen richtigen Kurs zu besuchen und nicht nur Bücher zu lesen. Besonders auch die „Rolle“ des werdenden Vaters erachte ich als sehr wichtig und essentiell. Er nimmt aktiv am Geburtsverlauf Teil, ist Stütze und Sprachrohr der Mutter. 

Liebe Leonie! Tausend Dank für das spannende Gespräch!


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