Krebsfrüherkennung kann Leben retten

Weltkrebstag am 4. Februar und Kinderkrebstag am 15. Februar

Eine der wohl schlimmsten Nachrichten ist die Diagnose der Krebserkrankung bei Familienangehörigen, bei Freunden oder bei einem selbst. In Deutschland leben laut dem Robert Koch Institut etwa 1,6 Millionen Menschen, bei denen in den vergangenen fünf Jahren eine Krebserkrankung diagnostiziert wurde. „Wird eine Tumorerkrankung in einem frühen Stadium erkannt, erhöht sich die Überlebenswahrscheinlichkeit, und im besten Fall kann durch eine frühzeitige Behandlung eine Heilung erzielt werden. Deshalb ist es grundsätzlich sinnvoll, das Angebot von etablierten Früherkennungsuntersuchungen wahrzunehmen“, so Aurelia Tegtmeyer, Ärztin bei der KKH Kaufmännische Krankenkasse, anlässlich des jährlichen Weltkrebstages am 4. Februar. Dieser soll das Bewusstsein für Krebserkrankungen stärken und auf Präventionsmöglichkeiten und Früherkennungsuntersuchungen, wie beispielsweise für Gebärmutterhalskrebs oder Darmkrebs aufmerksam machen. „Deren Nutzen ist besonders gut belegt. So können manchmal auch schon Vorstufen von Krebs erkannt und behandelt werden. Aber auch die Entdeckung in frühen Stadien ermöglicht häufig eine schonendere Behandlung der Krebserkrankung mit besserer Lebensqualität und Aussicht auf Heilung.“

Die KKH-Ärztin appelliert deshalb an alle Versicherten, sich Informationen über die vielfältigen Angebote der Krankenkassen einzuholen und sich mit ihren Ärzten über Nutzen und Risiken der Untersuchungen sowie die eigene Risikokonstellation zu beraten. Viele der Untersuchungen sind gesetzlich geregelt und somit für die Versicherten kostenlos. So können sie in bestimmten Abständen in Anspruch genommen werden. Auch die KKH bietet eine Vielzahl an Vorsorgeuntersuchungen für Krebs an, welche sich primär an gesunde Menschen richten. Das Ziel der Früherkennung steht hier deutlich im Vordergrund. Speziell für Frauen wird die Brustkrebsvorsorge ab 30 Jahren sowie das Gebärmutterhalskrebs Screening ab 20 Jahren angeboten. Hinzu kommt das Mammografie Screening ab 50 Jahren. Zudem beteiligt sich die KKH an den Kosten für die Brustkrebsuntersuchung durch eine medizinische Tastuntersucherin, wenn dem Versicherten ärztlich bestätigt wurde, dass bereits Risikofaktoren vorliegen, die auf eine drohende Erkrankung hinweisen.

Die Darmkrebsfrüherkennung ist für Männer ab 50 und Frauen ab 55 kostenlos sowie das Hautkrebs Screening ab 35. Männer können ab 45 Jahren die Vorsorgeuntersuchung wahrnehmen, bei welcher die Prostata im Vordergrund steht. Die KKH bietet darüber hinaus auch für die jungen Versicherten ab 18 Jahren eine Zusatzleistungen in Form von Bezuschussungen beim Hautkrebs Screening an.

Anders ist es bei Kindern und Jugendlichen:

Für diese Altersgruppe gibt es keine Krebs-Früherkennungsuntersuchungen. Doch auch vor ihnen macht die Krankheit keinen Halt, daran erinnert der internationale Kinderkrebstag am 15. Februar. Die Deutsche Kinderkrebs-Stiftung geht davon aus, dass im Durchschnitt jährlich 2.200 Kinder in Deutschland an Krebs erkranken. Trotz solch einer zunächst hoffnungslos erscheinenden Diagnose können immerhin 82 Prozent der krebskranken Kinder und Jugendlichen geheilt werden. Diese Quote ist erst in den letzten Jahrzehnten so stark angestiegen auf Grund von deutlichen medizinisch-technischen Fortschritten und neuen Behandlungsmethoden. „Die Therapien finden meist in spezialisierten Zentren statt, in denen die Kinder von verschiedenen Fachdisziplinen altersgerecht und ganzheitlich betreut werden“, erklärt die KKH-Ärztin.

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