Oft, vor allem im Urlaub ist zu beobachten, wie Kinder buchstäblich ins Wasser geworfen werden, um ihnen die Angst vor dem Wasser zu nehmen.

Aber ist das wirklich die richtige Methode?  

Kindheitspädagogin Lorena De Marco-Seibt meint: Nein! Bei diesen extremen Lösungen, besteht die Gefahr, dass sich bei Kindern ein „Trauma“ oder eine „Phobie“ entwickelt…


Lorena De Marco-Seibt, 33 Jahre,

Kindheitspädagogin B.A., Familien-Erziehungscoach und
Mama. Botschafterin für eine bedürfnisorientierte Erziehung und friedvolle Elternschaft.
„Ich empfehle Eltern eine Elternschaft, die die Emotionen der Kinder willkommen heißt, die auf Zuhören und absolutem Respekt für die Kleinen basiert.“

Lorena auf Instagram


Lorena verrät uns einige Tipps, wie du deinen Kindern die Wassergewöhnung mit Gelassenheit und bedürfnisorientierter Haltung, begegnen kannst:

Wasser ist ein natürliches Element und Kinder fühlen sich davon unglaublich angezogen und gleichzeitig verängstigt.

Wenn wir kurz darüber nachdenken, sollte einem Neugeborenen die „nasse“ Umgebung viel vertrauter sein als das „trockene“ Leben:  Es hat 9 Monate im Fruchtwasser verbracht. Hier hat es seine Sinne entwickelt und erste Bewegungen trainiert. Es ist daher nicht verwunderlich, dass Neugeborene absolutes Vertrauen in das Element Wasser haben. Die Aufgabe der Eltern besteht also darin, ihnen dabei zu helfen, dieses Vertrauen in das Wasser zu bewahren.

Wie?

Je früher der Kontakt mit Wasser erfolgt, desto geringer ist das Risiko, dass das Kind Angst entwickelt. Hierbei ist es wichtig und ratsam, Kindern die Zeit zu geben, selbst zu entscheiden und sie nicht zu zwingen, mit dem Wasser in Verbindung zu treten.

VERSTÄNDNIS

Auch wenn die Ängste der Kleinen manchmal übertrieben oder skurril erscheinen mögen, ist es wichtig, ihre Emotionen nicht zu bagatellisieren oder zu verspotten. Die Angst vor Wasser bei Kindern mag vielen sinnlos erscheinen.  Doch wir müssen die Ängste der Kinder ernst nemen und respektierne. Angst ist ein Schutzinstinkt. Es schützt unsere Kinder vor dem Unbekannten.

Die Angst des Kindes ist real. Es ist wichtig, Kinder zu beruhigen und ihnen zu zeigen, dass Wasser nicht gefährlich ist. Wir haben die Verantwortung unsere Kinder zu begleiten und können so das Wasser zu einem Verbündeten verwandeln.

EILE IST NIE EIN GUTER FREUND! GEDULD IST EINE TUGEND!

Es ist wichtig Kinder nicht zu zwingen, ins Wasser zu gehen. Indem man die Kleinen unter Druck setzt oder zwingt, besteht die Gefahr, das gegenteilige Ergebnis zu erzielen. Es ist wichtig sich dem Wasser schrittweise zu nähern. Eltern können zum Beispiel beginnen, indem sie zuerst mit den Kindern am Wasserrand spielen oder wenn Sie im Pool sind, nur mit den Füßen einzutauchen. Mama und Papa sollten bewusste Vorbilder sein und zeigen, wie viel Spaß die Bewegung im Wasser macht – ohne Nervosität oder Ungeduld.

Wenn Kinder die Großen angespannt oder aufgeregt sehen, neigen sie dazu, ihre Stimmung zu absorbieren und sich unsicher zu fühlen. Gelassenheit, Coolness und Geduld hingegen zu zeigen, hilft den Kleinen sich zu entspannen.


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