Die Social Media App TikTok unter dem Dach der chinesischen Mutterfirma Byte Dance hat einen großen Siegeszug angetreten. Die größte Nutzergruppe von TikTok sind unter 20. Das Mindestalter für die Nutzung der App beträgt 13 Jahre, was beim Downloadvorgang aber nicht überprüft wird.

Wenn Eltern verhindern möchten, dass zu junge Kinder die App herunterladen, gilt es, im App-Store bestimmte Freigabebeschränkungen einzustellen. „Um Kinder vor möglichen unerwünschten Kontakten oder Hasskommentaren zu schützen, sollten Eltern den sogenannten ‚begleitenden Modus‘ der App nutzen“, empfiehlt Eva Traupe, Juristin beim VerbraucherService Bayern im KDFB e.V. (VSB): „Sie können das auf ‚öffentlich‘ voreingestellte Profil auf ‚privat‘ stellen, Kontaktmöglichkeiten und Nutzungszeiten begrenzen oder bestimmte Nutzer blockieren.”

InApp-Käufe deaktivieren – auch für die Nutzung von TikTok

„Außerdem empfiehlt es sich für Eltern, die InApp-Käufe für das Handy ihres Kindes zu deaktivieren, um ungewollte Kosten zu vermeiden“, erklärt Traupe. Bei TikTok kann der Nutzer sogenannte Coins erwerben, die er während Live-Übertragungen an Influencer verschenkt, um diese auf sich aufmerksam zu machen. Die Preise reichen von 1,09 Euro bis zu 109,99 Euro. Laut Statistik hat sich das, was alle Nutzer zusammengenommen monatlich auf TikTok ausgeben, von 4,3 Millionen US Dollar im November 2018 auf 50,4 Millionen US Dollar im Februar 2020 erhöht. „Es ist also wichtig zu erkennen, dass hier nicht das fröhliche Posten lustiger Videos, sondern knallharte Geschäftsinteressen regieren”, so Traupe.

Das sind die Gefahren der Social Media-Plattform

Viele Kinder lieben die bunten und kurzen Videoclips von TikTok. Doch dahinter lauern auch Gefahren, worauf die Experten von bussgeldkatalog.net hinweisen. Dazu gehören zum Beispiel Cybermobbing oder auch jugendgefährdende Inhalte. Zudem machen immer wieder gefährliche Challenges die Runde. Das sind Mutproben, bei denen sich die Teilnehmer filmen und die Clips dann hochladen. Diese Challenges sind zum Teil lebensgefährlich. Eltern sollten daher mit ihren Kindern offen über Chancen und Risiken der App sprechen.

Autorin: Maria Burges


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